Sonntag, 21. September 2014

O 'zapft is!

"Servus, Griaß eich!"


Oh nein, wir sind so gar nicht bayrisch angehaucht.
Aber unsere eigentlichen Pläne für den heutigen Blog-Beitrag wurden einmal kräftig durchgeschüttelt und über Bord geworfen.
Wir hofften nämlich bis gestern Nachmittag noch, dass das Wanderbuch von Susie (klick) bei uns eintreffen möge.
Aber leider - nüscht.
Der Postbote brachte nur Werbung - kein Backbuch.
Somit brauchten wir eine Alternative.
Und das fix und problemlos.
Hmmm...grübel, grübel....
Am kommenden Freitag beginnt in Oldenburg der 407. Kramermarkt.
Das ist das nordische Pendant zum Münchener Oktoberfest.
Und wenn auch schon die räumliche Entfernung extrem ist - auch sonst könnten wohl die Unterschiede nicht größer sein.
Grins.
Nix mit Krachlederne, Maßkrügen und Schickimicki.
Hier setzt man eher auf Fischbrötchen, Pils und Jeans.
Wir waren übrigens beide noch nicht zur Gaudi auf der Theresienwiese - und auch der letzte Kramermarkts-Besuch ist schon Jahre her.
Derartige Massenveranstaltungen, bei denen man auf du-und-du mit dem Ellbogen des Nachbarn ist, sind nicht so unser Ding.
Heute abend haben wir uns daher zumindest ein klein wenig bayrisches Flair nach Hause geholt und unser Abendbrot ganz unter dem Motto "O'zapft is!" gestaltet.




Laugenbrezeln


500g Mehl 
1 Pck. Trockenhefe
1/4TL Zucker 
350ml lauwarme Milch
1/2 TL Salz, fein 
1,5 Liter  Wasser 
3EL  Natron, (Haushaltsnatron aus Supermarkt meist bei Gewürzen) 
Salz, grobes zum Bestreuen 

Mehl mit Hefe und Zucker vermischen, Milch und Salz zugeben und einen Hefeteig kneten.
Zugedeckt ca. 30min. ruhen lassen, bis sich das Volumen etwa verdoppelt hat.
Teig auf einer bemehlten Fläche noch einige Male gut durchkneten und zu einer ca. 20cm langen Rolle formen. Aus der Rolle ca. 10-12 Stücke schneiden.
Diese wieder zu langen Strängen (ca. 40cm) formen und daraus Brezeln formen.

 


Die Teiglinge nochmals zugedeckt ca. 20 Minuten ruhen lassen.
Den Backofen auf 180° C (Umluft 160° C) vorheizen.
Das Backblech fetten (Backpapier nicht so geeignet...geht eine Verbindung mit der Lauge ein...nicht toll...)

In einem Topf das Wasser mit dem Haushaltsnatron aufkochen und 10 min sprudelnd kochen lassen.
Nacheinander die Hälfte der Brezeln in die kochende Lauge geben und ca. 20-30 sek. kochen lassen - dabei diese immer wieder untertauchen.
Mit einem Schaumlöffel herausheben und abtropfen lassen.


Die gekochten Brezeln auf ein gefettetes Backblech legen und mit groben Salz bestreuen.
Ca. 20-25 min backen.
In der Zeit die restlichen Brezeln kochen abtropfen lassen und danach backen.
Das zweite Blech braucht ein paar Minuten weniger.


 

Obatzda


150g Camenbert (vollreif, min. 50%)
1,5EL Butter, weich
1 Schalotte, fein gewürfelt
Schuss Bier
Paprikapulver, edelsüß
Salz, Pfeffer nach Belieben

Mit einer Gabel den Camenbert zerdrücken und so mit der Butter und dem Bier vermengen, dass eine cremige Masse entsteht.
Zwiebel, Paprikapulver und ggfs. Salz/Pfeffer nach Geschmack darunter mischen.

Ratzefatz...lecker...fertig.




Hach! Jetzt kommt gleich noch unser Lieblings-Tatort aus Münster.
Perfekter Abschluss eines Sonntags - in der Hoffnung, dass er auch gut ist...seufz.
Wir wünschen euch noch einen schönen Fernseh-/Sofa-/Kuschel-/Entspann-Abend (was auch immer).
Liebe Grüße
Michael, Petra ...und (!) Whopper

P.S.: Kater Bodo durch das aktuell schlechte Wetter übelst gelangweilt....

Kommentare:

  1. Hallo ihr Lieben... es tut mir sooo leid, dass ihr wegen dem Buch alles über den Haufen werfen musstet :D Aber ehrlich gesagt find ich euren Beitrag sooo schön. Ihr macht die Bilder mit so viel Liebe und es sieht verdammt lecker aus. So lecker, dass ich es sehr wahrscheinlich auch mal backen werde. Und selbstgemachter Obazda... mmmhhh ... Ich bin froh, dass das Buch noch nicht da war hihihi...

    LG Susi

    PS: ich hoffe mittlerweile ist es da? :)

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    1. Hallo Susi,
      Leider hat uns das Buch noch nicht erreicht.
      Wenn du magst kannst du ja per Mail mit uns Kontakt aufnehmen.

      Toll das dir unser kleiner bayrischer Beitrag gefällt...
      Obwohl es ja so gar nicht unsere Gegend ist... das Essen dort "unten" ist lecker!

      Liebe Grüße aus Oldenburg
      Petra und Michael

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